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Dreidimensionale Wirbelsäulenvermessung

Nacken- und Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die den Patienten zum Orthopäden führen. Häufig liegt diesen Beschwerden eine Fehlhaltung oder eine Fehlstatik zugrunde.

Die dreidimensionale Wirbelsäulenvermessung bietet die diagnostisch wertvolle Möglichkeit, krankhafte Verbiegungen der Wirbelsäule, Verkippungen des Beckens und Torsionsfehler (fehlerhafte Gelenk- bzw. Wirbelverdrehungen) darzustellen und genau zu vermessen.

Es handelt sich dabei um ein optisches Messverfahren auf Basis moderner Videotechnik und Datenverarbeitung – eine Videokamera, ein Projektor und ein Computer sind die notwendige Ausrüstung. Der Projektor wirft ein Liniennetz auf den Rücken des Patienten. Die Kamera zeichnet das Bild digital auf. Ein spezielles Computerprogramm errechnet aus diesen Daten ein dreidimensionales Bild von Rücken, Wirbelsäule und Becken. Diese Bestandsaufnahme zeigt mögliche Fehlstellungen oder Verletzungen und gibt erste Hinweise auf die anzuwendende Therapie – ganz ohne Röntgenstrahlung!

Aufgrund der beeindruckenden Einfachheit des Verfahrens setze ich die dreidimensionale Wirbelsäulenvermessung nicht nur zur Diagnose ein, sondern schätze sie auch als Methode, um den Therapiefortschritt genau zu überprüfen.